Wetten begleiten verschiedene Kulturen seit vielen Jahrhunderten und haben sich im Laufe der Zeit in unterschiedlichen Formen entwickelt. Das kenn man ja schon vom Spielplatz, wer am weitesten in den Sandkasten springen kann. Und seit der Erfindung von professionellem Sport ist es natürlich naheliegend, dass die Zuschauer Wetten auf die eigenen Lieblingsteams oder Athleten abschließen. Das kann man aber nur, wenn man einen Wettpartner hat. Und wenn der nicht zur Verfügung steht, dann wendet man sich an einen Buchmacher.
Warum heißt es eigentlich Buchmacher?
Wer sich ab und an mit Sportwetten beschäftigt, der wird sich wahrscheinlich schon einmal gefragt haben, warum der Beruf eigentlich Buchmacher heißt. Letztlich kommt der Begriff aus dem Englischen, dort heißt es nämlich Bookmaker. Und das liegt daran, dass die Wette schriftlich in einem sogenannten Sportbuch festgehalten wurde. Dabei handelte es sich tatsächlich um ein großes Buch, in das Buchmacher alle Wetten eintrug. Da er nur ein solches Buch hatte, konnten weder er noch die Wettnehmer daran noch etwas ändern. Der Hintergrund des Namens ist also in erster Linie auf einer praktischen Basis gereift.
Beginn des 20. Jahrhunderts
Am Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Buchmacher noch relativ eng an physische Standorte gebunden und hielten sich auch oftmals an den Austragungsorten von Veranstaltungen zum Sport auf. Dabei wurden die Wetten oftmals mit Hilfe von Papierstreifen abgeschlossen, auf denen die Details festgehalten wurden. Hier ging es in erster Linie um Transaktionen mit Bargeld. Beim Angebot waren es allerdings nur die wirklich besonders beliebten Sportarten, die der Buchmacher bediente. Bei den Kunden handelte es sich normalerweise um die Anwohner rund um den Veranstaltungsort. Denn Massentransportmittel und eine persönliche Möglichkeit zu reisen gab es damals nur sehr begrenzt.
60er bis 80er
Zu Beginn der 60er verschärften sich die Regeln, was Glücksspiel und Sportwetten anging und viele Länder stellten eigene Behörden zu diesem Thema auf die Beine. Das bedeutete aber auch eine stärkere Professionalisierung des Marktes. Zu diesem Zeitpunkt entstanden dann größere Anbieter, die statt einer Einzelperson mehrere Filialen betrieben. Für den Kunden bedeutete das auch eine größere Transparenz und juristische Belastbarkeit. Gleichzeitig konzentrierte sich die Industrie zu diesem Zeitpunkt bereits verstärkt auf Fußball und die Erstellung der Quoten wurde immer ausgeklügelter. Man beobachtete hier auch die ersten Gehversuche zur telefonischen Annahme von Sportwetten, was dann den Weg für den nächsten Schritt auf der Reise ebnen sollte.
Seit 1990: die digitale Revolution
Ab den 90er Jahren hat sich dann Schritt für Schritt das Internet breit gemacht und diese Entwicklung ist natürlich auch an den Buchmachern nicht spurlos vorübergezogen.Mit dem Aufkommen des Internets konnten Wettangebote zunehmend digital bereitgestellt werden. Das ermöglichte dann auch eine Ausweitung, was das athletische Angebot anging. So konnten die Kunden seitdem auch zum Beispiel auf Handball oder auf Basketball wetten. Seitdem sind immer mehr Sportarten hinzugekommen. Man konnte es auch deutlich beobachten, dass die Anbieter sich zunehmend um eine kundenfreundliche Oberfläche zur Bedienung bemühten. Je einfacher für den Kunden, desto besser.
2000 bis heute: Stichwort iGaming
Seit den 2000ern haben sich die Themen Glücksspiel, Videospiele, Online Entertainment und Sportwetten zunehmend verschmolzen. Man spricht hier also generell vom Themenkomplex iGaming. Ein gutes Beispiel ist zum Beispiel die Beliebtheit von Sportwetten auf verschiedene eSports, wie zum Beispiel League of Legends oder Counter Strike: Global Offense. Sportwetten finden heute also nicht mehr nur zum klassischen Sport statt, sondern zu allen möglichen Themen. Dazu kommt, dass sich der Unterhaltungsfaktor stark verbessert hat. Die optische Präsentation ist so klar und farbenprächtig wie nie zuvor. Moderne Plattformen setzen verstärkt auf digitale Benutzerfreundlichkeit und eine klare Darstellung von Informationen.. Dabei bemerkt man außerdem einen anhaltenden Trend hin zum mobilen Endgerät.
Was kann man für die Zukunft erwarten?
Diese Entwicklung wird sich in der Zukunft sicherlich noch fortsetzen. Sportwetten werden immer mehr mit dem regulären Angebot zur Unterhaltung verschmelzen. Dabei hilft, dass die technischen Voraussetzungen unserer Tage ein Verfolgen von Sport und Ergebnissen ebenso einfach machen, wie die analytische Seite und Sichtung von Daten. Für den Kunden bedeutet das in erster Linie einen erhöhten Komfort, alles wird schneller und einfacher. Dabei wird auch die Transparenz immer mehr zunehmen. Eines kann man aber bereits jetzt schon sagen: Sportwetten werden ein relevantes Thema für die Zukunft bleiben.






