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Wie sich die Rolle der Arbeitgeber in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat

Der Arbeitsmarkt verändert sich ständig, was vor allem in den letzten Jahren aufgrund der Digitalisierung und der sich ständig weiterentwickelnden Technik besonders stark auffällt. Denn die Digitalisierung und die Technologie sind nicht nur in den Alltag der Menschen eingezogen, sondern sie bestimmen zu einem sehr großen Teil den Arbeitsmarkt und folglich auch das Arbeitswesen innerhalb eines Unternehmens. 

Zu den Änderungen auf dem Arbeitsmarkt gehören nicht nur die Maschinen und Technologien wie die KI, die eingesetzt werden, um Arbeitsprozesse zu erleichtern und zu beschleunigen, sondern auch die Erwartungen, die heutzutage an Arbeitgeber gestellt werden, und Rechte, die Arbeitnehmern zustehen und eingeräumt werden. 

Die Rolle der Arbeitgeber früher und der Aspekt der Sicherheit 

Um sich einmal ein genaueres Bild darüber zu machen, wie groß und rasant der Wandel innerhalb des Arbeitsmarktes und folglich auch der Unternehmen wirklich ist, ist es interessant, einmal einen Blick darauf zu werfen, wie es früher auf dem Arbeitsmarkt aussah. Und wenn die Rede von „früher“ ist, reicht es bereits, einen Blick auf die Arbeitswelt von vor 30 bis 40 Jahren zu werfen. 

Sicherlich galt auch früher bereits, dass Ausnahmen die Regel bestätigen und somit nicht alle Unternehmen über einen Kamm geschert werden können. Ohne generalisieren zu wollen, war das Bild auf dem Arbeitsmarkt jedoch in der Regel vor allem das, dass es sehr strenge Hierarchien gab. Natürlich sind Hierarchien wichtig und auch heute nach wie vor in Unternehmen zu finden, doch sie sind nicht mehr so streng in Stein gemeißelt, wie das vor einigen Jahren noch der Fall war. 

Zudem hatten Mitarbeiter allgemein sehr wenig bis gar kein Mitspracherecht und der Chef hat es übernommen, alle Entscheidungen vollkommen alleine zu treffen. Mitarbeiter hatten ihren Arbeitsplatz in der Regel ein Leben lang und es war nicht üblich, den Arbeitsplatz oft zu wechseln. Deshalb haben sie sich auch mit den herrschenden Umständen abgefunden. Denn sowohl die Arbeitsplatzsicherung als auch ein sicheres Gehalt waren zwei der wichtigsten Aspekte für Mitarbeiter. 

Ein weiterer Aspekt, der heute kaum vorstellbar ist, ist jener, dass es früher kaum Informationen über den Arbeitgeber gab, bevor man sich auf eine Stelle beworben hat. Sicherlich waren einige Aspekte und Informationen allgemein bekannt, doch über das Arbeitsklima und darüber, wie sich Mitarbeiter im Unternehmen fühlen und zurechtfinden, war in der Regel kaum etwas bekannt. Menschen konnten sich nicht einfach auf Bewertungsportale begeben und dort Erfahrungsberichte lesen. Sie hatten auch keine sozialen Medien, um sich dort über das Unternehmen zu informieren und mit anderen Menschen austauschen zu können. Vielmehr mussten sie sich rein auf die Mundpropaganda verlassen, die oft auch nicht sehr objektiv war, da Mitarbeiter damals natürlich ihren Arbeitsplatz behalten und durch negative Äußerungen über das Unternehmen ihre Stelle nicht riskieren wollten.

Doch durch unterschiedliche Faktoren, wie unter anderem: 

  • die Digitalisierung und die damit im Zusammenhang stehende starke Globalisierung 
  • das Internet und die vielen Möglichkeiten, sowie die große Konkurrenz, die dadurch für große Unternehmen entstanden ist, die bereits etabliert waren und fast schon eine Art Monopolstellung genossen
  • den Fachkräftemangel in vielen unterschiedlichen Bereichen 
  • die neuen Generationen, die nach und nach auf den Arbeitsmarkt gekommen sind und somit eine modernere Einstellung und neue Ansichten mitgebracht haben 
  • einen höheren Bildungsstand der Menschen 
  • u. v. m.

ist es rasant zum Wandel auf dem Arbeitsmarkt und auch bezüglich der Stellung, die Arbeitgeber auf ihm haben, gekommen. 

Die Rolle der Arbeitgeber heute 

Es steht außer Frage, dass Arbeitgeber auch auf dem heutigen Arbeitsmarkt nach wie vor die Rolle haben, Arbeit zu geben und folglich Mitarbeiter zu beschäftigen. Wenngleich diese Kernaufgabe weiterhin besteht, haben sich die Rahmenbedingungen stark geändert. Durch die genannten Faktoren haben Mitarbeiter angefangen, mehr Rechte für sich einzufordern. Der Spieß hat sich, wenn man so möchte, insofern umgedreht, als dass durch die vielen Möglichkeiten und die anderen genannten Faktoren nun die Arbeitgeber um neue Mitarbeiter werben müssen und nicht andersherum. Fachkräfte haben heute ein großes Angebot an Arbeitsmöglichkeiten. Sie können im Ausland nach Jobs suchen, umziehen, und sind somit nicht auf das Unternehmen im Heimatort und darauf, ob dieses an einem Arbeitsverhältnis interessiert ist, angewiesen. 

Deshalb ist es für Arbeitgeber heute unglaublich wichtig, auf die Mitarbeiterzufriedenheit zu achten und sich aktiv um diese zu bemühen. Denn zufriedene Mitarbeiter arbeiten nicht nur effektiver, sondern sie identifizieren sich deutlich besser mit dem Unternehmen und die Gefahr, dass sie den Arbeitgeber wechseln und somit für die Konkurrenz arbeiten, sinkt. 

Für Arbeitgeber heißt das auch, dass sie:

  • Mitarbeitern ein Mitspracherecht einräumen und sie somit in Entscheidungen einbeziehen.
  • Mitarbeiter nach ihrer Zufriedenheit befragen und das Feedback ernst nehmen, um es anschließend umzusetzen. 
  • Kommunizieren und die Bedürfnisse der Mitarbeiter ernst nehmen. 
  • Allgemein ist es also wichtig, nicht einfach nur Chef zu sein und zu bestimmen, sondern ein harmonisches Miteinander im Unternehmen zu schaffen. 

Durch diese Wandlung des Arbeitsmarktes und der Unternehmenskulturen freuen sich Mitarbeiter heute unter anderem über eine gute Work-Life-Balance, Wertschätzung, Weiterbildungsmöglichkeiten und eine moderne Führung im Unternehmen.

Warum sich Arbeitgeber an den Wandel anpassen müssen 

Manchmal kann es schwerfallen, sich an Veränderungen zu gewöhnen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sie sehr abrupt stattfinden und nicht viel Zeit in Anspruch nehmen. Doch Arbeitgeber müssen sich an diese Änderungen anpassen und diese in ihre Unternehmen aufnehmen, da sie sonst riskieren, ein schlechtes Arbeitgeberimage zu erhalten. 

Durch die große Rolle, die das Internet in der heutigen Zeit spielt, gibt es zahlreiche Bewertungsplattformen, auf denen unter anderem auch Unternehmen bezüglich des Arbeitsklimas und des allgemeinen Umgangs mit den Arbeitnehmern bewertet werden. 

Viele potenzielle Mitarbeiter informieren sich vor Bewerbungen und/oder Vorstellungsgesprächen auf diesen Plattformen über Arbeitgeber und achten dabei vor allem auf die Erfahrungen aktueller oder ehemaliger Mitarbeiter. 

In diesem Zusammenhang können Arbeitgeber Kununu Bewertungen löschen lassen, sofern diese ungerechtfertigt sind, doch generell sollten Unternehmen Wert darauf legen, positive Bewertungen von den eigenen Mitarbeitern zu erhalten. 

Je positiver die Bewertungen ausfallen, umso besser stehen Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt da und desto höher sind somit auch die Chancen, dass sich qualifizierte Fachkräfte auf ausgeschriebene Stellen bewerben.

Der Arbeitsmarkt hat sich bereits sehr stark weiterentwickelt und wird sich durch die Digitalisierung auch weiterhin immer weiter entwickeln. Natürlich kann das vor allem in Anbetracht des aktuell sehr großen und wichtigen Themas der KI vor allem Arbeitnehmern Angst machen. Schließlich übernimmt diese Technologie immer mehr Aufgaben, die zuvor von Menschenhand erledigt wurden. Wie sich dieser Wandel entwickelt, ist aktuell bisher nicht ganz klar vorauszusagen. Was jedoch immer und für jede Art der Änderung und des Wandels wichtig ist, ist, sich diesem nicht vollkommen zu verschließen und für sich selbst Möglichkeiten zu finden, um innerhalb dieses Wandels bestehen zu können.