Im Urlaub sicher surfen: Gefahren im öffentlichen WLAN

Im Urlaub möchte man in der Regel weiterhin mobil bleiben, mit Freunden und Verwandten kommunizieren oder hier und da ein Foto vom Wanderurlaub, vom Strand oder der Sehenswürdigkeit, die man besichtigt hat, posten. Vielleicht möchte man aber auch abends nach einem langen Tag ein bisschen auf Social Media unterwegs sein oder einen Film oder eine Serie ansehen. Unter Umständen gibt es auch die Möglichkeit, sich Tickets für bestimmte Attraktionen im Voraus online zu kaufen, um so nicht nur Geld, sondern auch Zeit zu sparen, da man die Schlange überspringen und direkt Zutritt zu der Attraktion bekommt. Alles in allem ist es durchaus sinnvoll und vorteilhaft, im Urlaub mobil zu sein.

In diesem Zusammenhang sind viele Urlauber oft auf der Suche nach einem öffentlichen WLAN-Netz, in das sie sich wählen können, um so ihre mobilen Daten zu schonen und nicht direkt innerhalb der ersten Urlaubstage aufzubrauchen.

Allerdings gibt es bezüglich des öffentlichen WLAN-Netzes einige Dinge zu beachten. Denn die Benutzung mag zwar kostenlos, dafür aber noch lange nicht gefahrenfrei sein. Wer seine mobilen Daten schonen möchte und somit auf öffentliche WLAN-Netze zugreift, sollte sich der Gefahren bewusst sein und zudem wissen, wie man sich am besten verhält, bzw. welche Maßnahmen man ergreift, bevor man diese Art der Internetversorgung in Anspruch nimmt.

Welche Gefahren birgt das öffentliche WLAN-Netz?

Aufgrund der Tatsache, dass Internetnutzer das öffentliche WLAN-Netz kostenlos nutzen können, ist es für viele Menschen so attraktiv. Vor allem dann, wenn sie sich im Urlaub befinden und ihr Datenvolumen schonen möchten. Doch nicht nur bei Urlaubern sind diese frei zugänglichen WLAN-Netze sehr beliebt. Auch bei Internet-Kriminellen, die mit ihren Cyber-Angriffen versuchen an sensible Daten, Geld und Co zu kommen, erfreuen sich diese öffentliche WLAN-Netze einer großen Beliebtheit.

Der Grund liegt in der Tatsache, dass das Level der Sicherheit deutlich unter dem Level liegt, das bei einem privaten Modem in einem Haushalt gegeben ist. Loggt sich ein ungesichertes Gerät in ein öffentliches WLAN-Netz ein, haben die Hacker, die sich in diesem Netz bewegen, einen nahezu uneingeschränkten Zugriff auf das Gerät und auf all die Informationen, die sich auf ihm befinden. Hacker können aber auch ihre Malware über diese Internetverbindung verbreiten.

“Freiwilliges” Teilen der sensiblen Informationen

Das erste bereits erwähnte Risiko eines öffentlichen WLAN-Netzes besteht darin, dass man all seine Informationen mit einem Hacker teilt. Nutzt also ein Urlauber das öffentliche Internet mit einem ungesicherten Gerät, sieht ein Hacker alles, was man darauf macht. Wer zum Beispiel sensible Daten, wie die Kreditkartennummer auf einer Seite eingibt, auf der man eigentlich nur Tickets für die nächste Attraktion buchen möchte, gibt diese automatisch und fast schon freiwillig an Hacker weiter. Dasselbe trifft auf:

  • E-Mails
  • Ausweisdokumente
  • Zugangsdaten für die Bank oder auch den Account des Unternehmens, in dem man arbeitet, etc.

zu.

Was die Hacker dann mit diesen Daten machen, kann man sich ausmalen. Denn sie haben alle Zugangsdaten und Informationen und können sich somit überall einloggen, genau wie der eigentliche Besitzer.

Das Verbreiten von Malware

Die zweite Gefahr des frei zugänglichen Internets liegt in dem Risiko, dass Internet-Kriminelle ohne Probleme Malware verbreiten können. Auf diese Weise können sie das Gerät ohne Probleme ausspionieren und sich, auch wenn man wieder aus dem WLAN-Netz ausgeloggt ist, weiterhin Zugriff zu all den Informationen verschaffen.

Die Frage, die sich für Urlauber, wenn sie zum Beispiel in der Türkei unterwegs sind, stellt, ist die, ob sie sicherer sind, wenn sie mit den mobilen Daten surfen, anstatt sich in frei zugängliche WLAN-Netze einzuwählen.

Die einfache Antwort lautet zunächst einmal “Ja”. Denn die Daten, die man über sein mobiles Gerät aufruft, sind durch das Mobilfunknetz verschlüsselt und für Hacker somit nicht sofort zugänglich.

Allerdings heißt das nicht, dass Urlauber immun sind, wenn es um Cyber-Angriffe durch Hacker geht. Am besten informieren sich Urlauber vor ihrem Urlaubsantritt über ein VPN für Türkei das sie dann sowohl dann nutzen, wenn sie sich mit ihren mobilen Daten im Internet aufhalten, als auch, wenn sie sich in ein öffentliches WLAN-Netz einloggen.

Doch alleine die Tatsache, dass Urlauber über ein VPN verfügen bedeutet nicht, dass sie keine Vorsicht mehr walten lassen müssen. Zwar verschlüsselt ein VPN die Daten, sodass Hacker diese nicht direkt einsehen können, doch Urlauber sollten sich nie alleine auf das VPN verlassen.

Diese Verhaltensweisen sind wichtig für die Nutzung öffentlicher WLAN-Netze

In einigen Ländern kann es vor allem während der Hochsaison des Tourismus vorkommen, dass das öffentliche Mobilfunknetz stark überlastet ist und es somit manchmal eine gefühlte Ewigkeit dauert, bis eine Nachricht versendet wird. Vom Streamen von Serien und Filmen oder dem Scrollen auf Social Media ganz zu Schweigen. In diesem Fall ist es natürlich mehr als Verlockend, auf ein öffentliches WLAN-Netz zuzugreifen, um wieder mobil sein zu können.

An und für sich spricht auch nichts dagegen, die öffentliche Internetversorgung für sich in Anspruch zu nehmen. Wichtig ist jedoch, dass man sich einige Hinweise und Tipps zu Herzen nimmt und im Voraus, wie schon erwähnt, sicherstellt, über ein VPN zu verfügen.

Die SSL-Verbindungen für mehr Sicherheit

Wie sagt man doch so schön? Doppelt hält besser, weshalb es auch durchaus sinnvoll ist, sich nicht rein auf das VPN zu verlassen, wenn es um die Verschlüsselung der Daten geht, sondern zu derselben Zeit auch SSL-Verbindungen zu nutzen.

Diese sichere Verbindung zu nutzen, ist ganz einfach. Es reicht aus in der Leiste, in der die Webseite zu sehen ist, “https” zu verwenden. Oft gibt es auch direkt bei Webseiten die Option “https” in den Einstellungen auszuwählen. Das ist vor allem bei Webseiten der Fall, bei denen viel mit sensiblen Daten umgegangen wird.

Die Deaktivierung der Dateifreigabe

In der Regel verbinden sich viele Geräte mit den öffentlichen WLAN-Netzwerken. Oft handelt es sich dabei um andere Urlauber oder Einheimische, die schlicht und ergreifend von einer funktionierenden Internet-Verbindung profitieren wollen. Es kann aber auch sein, dass sich Hacker gezielt auf die Suche nach Geräten machen, die die Dateifreigabe nicht deaktiviert haben.

Das heißt, dass andere Geräte, die sich in dem selben WLAN-Netz befinden wie man selbst, auf Dateien zugreifen können, die man auf seinem Gerät hat.

Um das zu verhindern, ist es wichtig, die Dateifreigabe zu deaktivieren. Und, da Kontrolle besser als Vertrauen ist, ist es durchaus sinnvoll immer wieder zu überprüfen, dass diese Dateifreigabe wirklich deaktiviert ist, auch wenn man sich schon zum wiederholten Male in das WLAN-Netz einwählt.

WLAN deaktivieren, wenn es gerade nicht gebraucht wird

Ganz davon abgesehen, dass die Batterie darunter leidet, wenn das Gerät ständig nach einem WLAN-Netz sucht, mit dem es sich verbinden kann, tauscht das Gerät Daten mit allen Netzwerken aus, die sich in der Nähe befinden, auch wenn es sich nicht verbinden sollte.

Aus diesem Grund ist es, auf der einen Seite aus Sicht der Sicherheit und auf der anderen Seite aus Sicht der Batterielaufzeit, besser, das Internet auszuschalten, wenn man es gerade eh nicht braucht.

Der dauerhafte Schutz ist ausschlaggebend

Wenngleich es natürlich die genannten Möglichkeiten gibt, um das eigene Gerät und folglich auch sensible Daten auf dem Gerät zu schützen, ist es immer sinnvoll, sich nicht rein auf diese Maßnahmen zu verlassen.

Natürlich sollten diese auf jeden Fall ergriffen werden (jedoch nicht nur im Urlaub, sondern auch im eigenen Heimatland), doch es ist mindestens genauso wichtig, zu wissen, was man bezüglich des dauerhaften Schutzes noch machen kann.

Einige Aspekte, die in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen, sind:

  • Eine Anti-Viren-Software auf dem Gerät.
  • Am besten keine sensiblen Mails lesen und keine sensiblen Daten verwenden.

Im Zweifelsfall ist es immer besser, die mobilen Daten mit einem VPN zu nutzen, um auf Nummer sicher zu gehen. Vor allem dann, wenn man vielleicht doch einmal eine vertrauliche E-Mail oder sensible Daten (wie zum Beispiel beim Online-Banking) eingeben muss. Am Ende des Tages ist es deutlich günstiger, sich sein Datenvolumen aufstocken zu lassen, als sich am Ende mit den Folgen eines erfolgreichen Cyber-Angriffs auseinandersetzen zu müssen.