Saljut 7 (russisch Салют-7) war die letzte Raumstation des Saljut-Programms der Sowjetunion, die in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht wurde. Sie wurde am 19. April 1982 mit einer Proton-Trägerrakete von Baikonur aus gestartet. Saljut 7 war Teil des Übergangs von monolithischen zu modularen Raumstationen und spielte eine wegweisende Rolle in der Entwicklung der bemannten Raumfahrt.
Saljut [sa’lʏt] (russisch Салют für Salut, Ehrensalve, Gruß) war die Bezeichnung für mehrere sowjetische Raumstationen in den 1970er und 1980er Jahren. Der Start von Saljut 7 erfolgte am 19. April 1982. Zehn Besatzungen taten zwischen 1982 und 1986 auf der Station Dienst. Der längste Aufenthalt betrug 237 Tage. Als letzte Station des erfolgreichen Saljut-Programms markierte sie einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu moderneren Raumstationen wie der Mir und der Internationalen Raumstation (ISS).
Technische Spezifikationen und Aufbau
Dimensionen und Grundstruktur
Die Raumstation war rund 16 Meter lang und hatte einen Durchmesser von 4,15 Metern. Sie wog beim Start etwa 19 Tonnen. Die letzten beiden Saljut-Stationen (6 und 7) waren mit 18,9 t etwas schwerer als die vorherigen fünf und unterschieden sich auch im Aufbau. Die Station bestand aus mehreren zylindrischen Sektionen mit unterschiedlichen Durchmessern, die optimal für die verschiedenen Funktionsbereiche gestaltet waren.
Kopplungssysteme
Ein revolutionäres Merkmal von Saljut 7 war ihr fortschrittliches Kopplungssystem. In der Hecksektion wurde ein zweiter Kopplungsstutzen eingebaut. Genau wie Saljut 6 besaß auch Saljut 7 an den beiden Enden jeweils einen Andockadapter. Diese ermöglichten es, dass auf der einen Seite ein bemanntes Sojus-Raumschiff an der Station andocken und die Station gleichzeitig von der anderen Seite aus von Progress-Raumschiffen angeflogen und versorgt werden konnte.
Damit konnten erstmals gleichzeitig zwei Raumschiffe an eine Raumstation koppeln, so dass sich neben den Stammbesatzungen auch Besuchsmissionen in den Stationen aufhalten konnten. Diese Innovation war entscheidend für die Verlängerung von Missionen und die kontinuierliche Versorgung der Station.
Energieversorgung
Die Stromversorgung erfolgte durch ein ausgeklügeltes Solarzellensystem. Saljut 7 besaß drei Solarmodule, von denen sich zwei längs der Station befanden und eines senkrecht zu diesen beiden auf der Station angebracht war. Diese Paneele hatten den Vorteil, dass man zusätzliche Sekundärpaneele an ihren Seiten befestigen konnte, um somit die elektrische Leistung zu steigern. Diese flexible Konfiguration ermöglichte es, die Energieversorgung je nach Bedarf zu erweitern und anzupassen.
Innenausstattung und Lebenserhaltungssysteme
Die Innenausstattung von Saljut 7 war gegenüber früheren Stationen erheblich verbessert worden. Im Inneren von Saljut 7 waren sieben Elektroherde, ein Kühlschrank, ein Tank mit dauerhaft warmem Wasser und neu entwickelte Sitze für die Kommandokonsole zu finden. Die Bullaugen waren so konstruiert, dass sie auch ultraviolettes Licht hindurchließen, um eventuelle Infektionskeime schnell abzutöten.
Die technische Ausstattung von Saljut 7 umfasste fortschrittliche Solarzellen, ein verbessertes Lebenserhaltungssystem und erweiterte wissenschaftliche Instrumente. Diese technischen Verbesserungen ermöglichten längere Aufenthalte und komplexere wissenschaftliche Experimente als je zuvor.
Wissenschaftliche Missionen und Experimente
Langzeitmissionen
Am 8. Februar 1984 erreichte die Besatzung von Sojus T-10, Leonid Kisim, Wladimir Solowjew und Oleg Atkow, Saljut 7 und verblieb mit 237 Tagen bis zum 2. Oktober 1984 am längsten auf Saljut 7. Sie dauerte 237 Tage und umfasste eine Vielzahl von Experimenten in den Bereichen Medizin, Materialwissenschaften und Astronomie. Diese Mission könnte zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen von Langzeitaufenthalten im Weltraum auf den menschlichen Körper beigetragen haben.
Wissenschaftliche Durchbrüche
Im Mai 1982 wurde das erste Mal in der Geschichte ein Satellit von einer Raumstation ausgesetzt – der Amateurfunksatellit Iskra 2. Dies war ein bedeutender technologischer Meilenstein, der die Vielseitigkeit der Station unter Beweis stellte.
Es wurden mehrere Pflanzenzuchtsysteme installiert: Oasis 1A, Vazon, Svetoblok, Magnetogravistat, Biogravistat und Fiton-3. In Fiton-3 wurde Arabidopsis die erste Pflanze, die in der Schwerelosigkeit des Weltraums blühte und Samen produzierte. Diese biologischen Experimente waren wegweisend für das Verständnis von Lebensprozessen unter Weltraumbedingungen.
Es wurden zwei wissenschaftliche Experimente installiert. Das französische Experiment Comet sollte Staub vom Kometen Giacobini-Zinner einsammeln, das Experiment Medusa setzte verschiedene Materialien den Weltraumbedingungen aus. Die Arbeiten außerhalb der Saljut dauerten fünf Stunden.
Technische Innovationen und Reparaturen
Im September 1983 machte eine defekte Treibstoffleitung einen Außenbordeinsatz für die Reparatur notwendig. Die Arbeiten wurden erfolgreich von der Mannschaft von Sojus T-10 erledigt. Während dieser Mission wurde auch das erste sowjetische Reparaturmanöver außerhalb der Raumstation durchgeführt. Dabei gelang es der Besatzung, ein defektes Solarmodul zu reparieren. Dieser Erfolg kann als Indiz für die wachsenden Fähigkeiten der sowjetischen Kosmonauten im Bereich der orbitalen Wartung gewertet werden.
Modulare Erweiterungen
TKS-Module
Neben den zahlreichen Experimenten und Beobachtungen auf Saljut 7 wurde die Station für Andockmanöver großer Stationsmodule benutzt. Diese Module wurden „Schwere Kosmische Module“ genannt. Sie waren modifizierte Varianten des TKS-Raumschiffs, welche für das gestoppte militärische Raumstationsprogramm Almas vorgesehen waren.
Nach dem Flug von Kosmos 1267 zu Saljut 6 startete die Sowjetunion Kosmos 1443 am 2. März 1983 mit einer Proton-Rakete. Kosmos 1443 dockte am 10. März an die Station an. Das Modul Kosmos 1686 wurde am 27. September 1985 gestartet und erreichte Saljut 7 am 2. Oktober. Kosmos 1686 besaß keine Landekapsel und blieb bis zum Niedergang der Station an Saljut 7 angedockt.
Mit den angedockten Modulen Kosmos 1443 und Kosmos 1686 (TKS 3 und 4) war Saljut 7 wiederum eine modulare Station. Kosmos 1686 verfügte über eine hochauflösende Fotoapparatur und optische Sensorexperimente (Infrarot-Teleskop und Ozon-Spektrometer).
Bedeutung für zukünftige Stationen
Diese Manöver halfen den Ingenieuren bei der Entwicklung der Annäherungs- und Kopplungstechnologien, die für den Bau der Raumstation Mir nötig waren. Die Erfahrungen mit den modularen Erweiterungen von Saljut 7 waren essentiell für die Konzeption der späteren Mir-Station und legten den Grundstein für die moderne modulare Bauweise von Raumstationen.
Die spektakuläre Rettungsmission von 1985
Der Ausfall
Während einer unbemannten Phase registrierte die Bodenbesatzung am 11. Februar 1985, dass die elektronische Sicherung im Stromkreis des primären Funksenders angesprochen hatte. Irgendetwas war passiert, aber niemand auf der Erde konnte den Grund für die unerwartete Abschaltung der Station erkennen. Ohne elektronische Korrektur der Flugbahn wurde Saljut-7 zu einem unkontrollierbaren Meteoriten mit einem Gewicht von 19 Tonnen, der sich langsam der Erde näherte.
Am 11. Februar 1985 ging der Kontakt mit Saljut 7 verloren. Die Station begann zu driften, machte unvorhersehbare Bewegungen im Orbit und alle Systeme schalteten sich ab. Die Situation war kritisch, da die Station ohne Kontrolle unweigerlich auf die Erde stürzen würde.
Die Rettungsmission Sojus T-13
Im März 1985 wurde als Kommandant der Reparaturmission der Veteran Wladimir Dschanibekow nominiert, der als Experte für die elektrischen Systeme der Raumfahrt galt und außerdem Erfahrung mit manuellen Kopplungsmanövern (Sojus T-6) hatte. Als Bordingenieur übernahm er Sawinych, der von der letzten Langzeitmission von Saljut 6 (Saljut 6 EO-6) Erfahrung mit der Reparatur von Saljut-Raumstationen hatte.
Der Start von Dschanibekow und Sawinych mit Sojus T-13 erfolgte am 6. Juni 1985. In 300 Kilometer Höhe über der Erdoberfläche hatten die Retter nur einen einzigen Versuch. Die Mission galt als eine der gefährlichsten in der Geschichte der Raumfahrt.
Das manuelle Andockmanöver
Anschließend näherte sich die Sojus automatisch bis auf 3 km, als Dschanibekow die Handsteuerung übernahm, unterstützt von Sawinych am Computer. Die Raumstation stand quer zum Sojus-Raumschiff, die Solarzellen waren willkürlich gestellt. Üblicherweise hätte sich die Raumstation in die richtige Richtung gedreht, und die Solarzellen hätten sich zur Sonne ausgerichtet.
Der Flug auf die andere Seite der Station war dank des langen Trainings und der Erfahrung Dschanibékows erfolgreich, und nun beobachtete er im Bullauge die Arbeitssektion. Nun musste er nur noch das Andockmanöver durchführen – im manuellen Steuermodus mit einer Genauigkeit von Zentimetern, um die richtige Position zu treffen. Wenn Dschanibékow das Steuer auch nur um einen Millimeter verrissen hätte, hätte er möglicherweise die Luftschleuse der Sojus beschädigen oder einen Riss in der Hülle der Saljut verursachen können.
Schließlich dockte er am 8. Juni um 08.50 UTC an den vorderen Kopplungsstutzen der Raumstation an. Das manuelle Kopplungsmanöver an die driftende Raumstation war eine der größten Leistungen in der Raumfahrt überhaupt.
Die Wiederherstellung der Station
Die Raumstation war dunkel, vollständig still und sehr kalt. Die Kosmonauten trugen Winterkleidung einschließlich Pelzmützen und benutzten Taschenlampen. Die Skalen der Thermometer an Bord reichten nur bis 0 °C hinunter, und so war keine genaue Temperaturmessung möglich. Einer der Kosmonauten spuckte gegen die Wand und bestimmte die Zeit, bis der Speichel gefror. Aus dieser Angabe konnte die Flugleitung die Bordtemperatur auf etwa −10 °C schätzen.
Dschanibékow und Sawiných bereiteten sich darauf vor, in das Innere der driftenden Station einzudringen. Alle Arbeiten mussten manuell durchgeführt werden, denn die automatischen Systeme waren außer Betrieb. Die beiden öffneten ein kleines Ventil in der Tür, um Luft aus der Sojus in die Sektionen der Saljut-7 zu lassen. Als der Druckausgleich erreicht war, begaben sie sich an Bord. Sie stellten fest, dass die Station keinen Strom hatte – alle Systeme waren ausgefallen und die Instrumente Temperaturen nahe dem Nullpunkt ausgesetzt worden.
Dschanibekow und Sawinych hatten ihre dringendste Arbeit erledigt. Saljut 7 war wieder voll funktionsfähig, außerdem waren einige wissenschaftliche Experimente durchgeführt worden. Die Reparaturen zogen sich über mehrere Monate hin. Letztendlich gelang es den beiden Kosmonauten jedoch, Saljut 7 wieder in Betrieb zu nehmen.
Übergang zur Mir-Raumstation
Die historische Mission Sojus T-15
Nach dem Start des Zentralmoduls der neuen Raumstation Mir am 19. Februar 1986 wurden Teile der Ausrüstung von Saljut 7 durch einen Besuch von Sojus T-15 zur Mir gebracht. Am 6. Mai 1986 erreichte die Besatzung von Sojus T-15, Leonid Kisim und Wladimir Solowjew, Saljut 7. Das Sojus-Raumschiff startete von der Raumstation Mir aus zu Saljut 7. Nach fünfzig Tagen Aufenthalt auf Saljut 7 kehrte die Besatzung von Sojus T-15 mit dem Sojus-Raumschiff zurück zur Raumstation Mir und nahm dabei diverses wissenschaftliches Material mit. Dies waren die einzigen jemals ausgeführten Flüge zwischen zwei Raumstationen.
Der Flug von Sojus T-15 von der Mir zu Saljut 7 und wieder zurück zur Mir war der erste Flug eines Raumschiffs zwischen zwei Raumstationen. Diese einzigartige Mission demonstrierte die Fähigkeit der sowjetischen Raumfahrt, komplexe Operationen zwischen verschiedenen orbitalen Plattformen durchzuführen.
Das Ende der Station
Danach starteten keine weiteren Kosmonauten mehr zu Saljut 7. Die Station blieb unbemannt im Orbit und driftete langsam in niedrigere Umlaufbahnen.
Saljut 7 trat am 7. Februar 1991 in die Erdatmosphäre ein und verglühte teilweise. Fragmente der Station gingen in Argentinien über dem Ort Capitán Bermúdez nieder, nachdem die Station über den vorgesehenen Wiedereintrittspunkt über unbewohntem Gebiet des Pazifiks hinausgeschossen war. Menschen kamen beim Absturz nicht zu Schaden.
Besatzungen und Missionen
Übersicht der Mannschaften
Während der Zeitspanne von vier Jahren und zwei Monaten wurde die Station von insgesamt zehn Mannschaften besucht. Darunter waren fünf Stammbesatzungen, die auf Saljut 7 einen Langzeitaufenthalt und fünf Mannschaften, die einen Kurzzeitaufenthalt absolvierten.
Die wichtigsten Langzeitmissionen umfassten:
- Sojus T-5 (Mai – Dezember 1982): Erste Besatzung mit Anatoli Berezowoi und Valentin Lebedev, 211 Tage Aufenthalt
- Sojus T-9 (Juni – November 1983): Vladimir Lyakhov und Alexander Alexandrov, 150 Tage
- Sojus T-10 (Februar – Oktober 1984): Leonid Kizim, Vladimir Solovyov und Oleg Atkov begannen am 8. Februar 1984 einen 237-tägigen Aufenthalt, den längsten auf Saljut 7, der am 2. Oktober 1984 endete.
- Sojus T-13/T-14 (Juni – November 1985): Die Rettungs- und Wissenschaftsmission
Internationale Zusammenarbeit
Im April 1982 folgte Saljut 7, auf der sich zwei Monate später der Franzose Jean-Loup Chrétien als erster westlicher Astronaut an Bord einer sowjetischen Raumstation aufhielt. Diese Mission markierte einen wichtigen Schritt in der internationalen Kooperation im Weltraum.
Die Station wurde von 10 Besatzungen besucht, darunter französische und indische Kosmonauten. Die Station sah auch zwei Flüge von Svetlana Savitskaya, die sie zur zweiten Frau im Weltraum seit Valentina Tereshkova machte und zur ersten Frau, die einen Weltraumspaziergang durchführte, bei dem sie Metallschneiden und -schweißen durchführte.
Versorgung und Logistik
Progress-Frachtraumschiffe
Außerdem konnten Progress-Frachtraumschiffe an der Station anlegen, um die Vorräte zu ergänzen und Abfall beim Verglühen in der Erdatmosphäre zu entsorgen. Die Station wurde von zahlreichen Sojus-Raumschiffen angeflogen und während der Langzeitaufenthalte von unbemannten Progress-Transportraumschiffen mit Nahrungsmitteln und sonstigen Gebrauchsgegenständen versorgt.
Kosmos 1669 war der letzte Progress-Transporter, der an eine Saljut-Station ankoppelte. Die Progress-Raumschiffe waren essentiell für die kontinuierliche Versorgung der Station und ermöglichten die langen Aufenthalte der Besatzungen.
Bahnkorrekturen
Für Bahnkorrekturen wurden auch die Triebwerke der angekoppelten Sojus- oder Progress-Raumschiffe verwendet. Diese Technik ermöglichte es, die Station über Jahre hinweg in einer stabilen Umlaufbahn zu halten, ohne zusätzlichen Treibstoff an Bord mitführen zu müssen.
Bedeutung und Vermächtnis
Technologische Errungenschaften
Saljut 7 stellte mehrere wichtige Rekorde und Erstleistungen auf:
- Erste Station mit der Fähigkeit, zwei Raumschiffe gleichzeitig anzudocken
- Erste erfolgreiche Rettung einer ausgefallenen Raumstation
- Erste Pflanzenzucht mit Blüte und Samenbildung im Weltraum
- Erster Satellitenstart von einer Raumstation
- Erste Flüge zwischen zwei verschiedenen Raumstationen
Wissenschaftliche Beiträge
Russland sammelte beträchtliche wissenschaftliche Erfahrungen in Raumfahrtmedizin, Biologie, Astronomie, Metallurgie und vielen anderen Aktivitäten. Eine der berühmtesten „Saljut“-Stationen war die „Saljut“ 7.
Die wissenschaftlichen Experimente auf Saljut 7 trugen wesentlich zum Verständnis der Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf biologische Systeme, Materialien und den menschlichen Körper bei. Die Langzeitmissionen lieferten wertvolle Daten über die physiologischen und psychologischen Herausforderungen längerer Weltraumaufenthalte.
Wegbereiter für moderne Raumstationen
Einige Experten glauben, dass die Saljut 7 ein wichtiger Schritt in Richtung späterer modularer Raumstationen wie der Mir und der Internationalen Raumstation (ISS) war. Saljut 7 war Teil des Übergangs von monolithischen zu modularen Raumstationen und diente als Testplattform für das Andocken zusätzlicher Module und erweiterte Stationsoperationen. Sie half Ingenieuren, die notwendige Technologie für den Bau der Mir zu entwickeln.
Kulturelles Erbe
Diese spannende Geschichte wurde in einem russischen Film umgesetzt, der 2017 als „Salyut 7 (Салют-7)“ in die Kinos kam. Die Dramaturgie und Tricktechnik haben internationales Format. Auch wenn die wahre Geschichte ein wenig abgewandelt und die Namen der Protagonisten geändert wurden, präsentiert der Film eine famose und mitreißende Story im Stil von „Apollo 13″ und „Gravity“ mit russischer Note. Diesen großartigen Film zeigen wir in der Reihe „Science Meets Fiction“ in deutscher Synchronisation.
Die spektakuläre Rettungsmission von 1985 inspirierte nicht nur Filme, sondern wurde zu einem Symbol für menschlichen Erfindungsreichtum und Mut im Angesicht scheinbar unmöglicher Herausforderungen.
Fazit
Saljut 7 war mehr als nur eine weitere sowjetische Raumstation – sie war ein technologischer Meilenstein, der den Übergang von einfachen orbitalen Außenposten zu komplexen, modularen Raumstationen markierte. Ihre vierjährige Betriebszeit von 1982 bis 1986 war geprägt von bahnbrechenden wissenschaftlichen Experimenten, technologischen Innovationen und menschlichen Höchstleistungen.
Die Geschichte der Saljut 7 veranschaulicht die Herausforderungen und Erfolge der bemannten Raumfahrt. Ihre technischen Innovationen, die Durchführung von Langzeitmissionen und die spektakuläre Rettungsaktion machen sie zu einem Symbol für den Fortschritt und die Anpassungsfähigkeit der Raumfahrttechnologie.
Die Station legte den Grundstein für die moderne bemannte Raumfahrt und ihre Erfahrungen flossen direkt in die Entwicklung der Mir-Station und später der Internationalen Raumstation ein. Das Vermächtnis von Saljut 7 lebt in jeder modernen Raumstation weiter, und die bei ihrer Rettung entwickelten Techniken sind heute Standardverfahren für Notfälle im Weltraum.
Mit dem kontrollierten Absturz am 7. Februar 1991 endete nicht nur die Ära einer einzelnen Raumstation, sondern auch das gesamte Saljut-Programm – ein Programm, das über zwei Jahrzehnte die sowjetische und später russische Dominanz in der bemannten Langzeit-Raumfahrt begründete und die Grundlagen für die internationale Zusammenarbeit im Weltraum schuf, die wir heute kennen.
Quellen:
Wikipedia: Saljut 7
Markus Nielbock: Die wenig bekannte sowjetische Mission zur Rettung einer toten Raumstation






