Rudolf Pleil war einer der brutalsten Serienmörder der deutschen Nachkriegszeit. Geboren am 7. Juli 1924 im Erzgebirge, wurde er als selbsternannter „Totmacher“ zu einer der berüchtigtsten Figuren der deutschen Kriminalgeschichte. In den Jahren 1946 und 1947 tötete er mindestens zehn Menschen – überwiegend junge Frauen – im damaligen deutsch-deutschen Grenzgebiet des Harzes, eigenen Angaben zufolge sogar weit mehr. Pleil erhängte sich am 16. Februar 1958 in seiner Zelle. Sein Fall zeigt die dunkle Seite der chaotischen Nachkriegszeit und wirft bis heute Fragen über die gesellschaftlichen Umstände auf, die solche Verbrechen möglich machten.
Die schwere Kindheit eines späteren Mörders
Rudolf Pleil wurde am 7. Juli 1924 im sächsischen Erzgebirge geboren und wuchs unter schwierigen sozialen Bedingungen auf. Sein Vater, ein Industriearbeiter und überzeugter Kommunist, geriet nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Gefahr und die Familie flüchtete in die damalige Tschechoslowakei. Diese frühe Entwurzelung prägte sein ganzes Leben.
Im Alter von neun Jahren musste Pleil seine Eltern durch Grenzschmuggel unterstützen und wurde dabei wiederholt verhaftet. Er besuchte die Schule nicht regelmäßig, weil er Geld für seine arbeitslosen Eltern und seine Schwester verdienen musste. Die Familie erlebte weitere Schicksalsschläge: Sein Bruder starb vorzeitig und seine ältere Schwester wurde aufgrund ihrer Epilepsie nach Nazi-Recht zwangssterilisiert.
Diese traumatischen Erlebnisse formten einen Menschen ohne emotionale Bindungen. Der Kriminalpsychologe Ulrich Zander sagte in seiner Analyse von Pleil, dass er nicht dumm, sondern sehr verschlagen war. Er untersuchte einen Brief von Pleil und beschrieb ihn als klares Bild von Pleils Narzissmus und Egomanie, besonders in seiner Prahlerei, ein „besonderes Talent“ als „Totmacher“ zu haben.
Der Weg in die Gewalt – Kriegsjahre und erste Verbrechen
Mit 15 Jahren verließ er 1939 sein Zuhause und arbeitete zunächst als Metzger, kündigte aber nach wenigen Wochen. Er arbeitete als Schiffsjunge auf Lastkähnen auf Elbe und Oder. Auch hier betrieb er kleinere illegale Geschäfte. Im Sommer 1939 wurde er als Maschinenjunge auf einem Handelsschiff nach Südamerika angeheuert.
Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs kam er zur Kriegsmarine, wo er wegen Diebstahls zu einem Jahr Gefängnis verurteilt wurde. Am 26. Oktober 1943 wurde er wegen epileptischer Anfälle dienstuntauglich erklärt. Diese Epilepsie sollte sein Leben weiter beeinflussen. Nach seiner Entlassung arbeitete er als Kellner, litt aber weiterhin unter Anfällen, weshalb er laut einem medizinischen Bericht sterilisiert werden sollte. Ein Bombenangriff zerstörte den Operationssaal wenige Tage vor dem geplanten Termin.
Nach dem Krieg arbeitete er als Hilfspolizist in seinem Heimatort. In der Zeit erkannte er, dass ihm das Töten Freude bereitete. Diese perverse Lust am Töten sollte bald zu einer beispiellosen Mordserie führen. Zwar heiratete er eine junge Frau, doch diese konnte ihn nicht hinreichend befriedigen. Später gab er zu, bereits in dieser Zeit erste Morde begangen zu haben.
Das Niemandsland des Todes – Pleils Zeit als Grenzgänger
In der Nachkriegszeit passierten tausende Deutsche die Grenze von Ost nach West und umgekehrt. Viele kamen nie auf der jeweils anderen Seite an, verschwanden buchstäblich im Niemandsland. Es war die Zeit grausamer Morde und Überfälle.
Dort betätigte er sich – zusammen mit zwei Komplizen – als Grenzgänger oder Fluchthelfer: Gegen Bezahlung bot er an, Flüchtlinge illegal über die innerdeutsche Grenze zu schleusen. Was ahnungslose Kunden als Hilfe für eine gefährliche Passage sahen, nutzte Pleil als perfide Falle. Besonders Frauen, die auf eigene Faust aus dem Osten fliehen wollten, waren in der Einsamkeit der dichten Harzwälder völlig auf seinen „Schutz“ angewiesen und vertrauten dem ortskundigen Führer ihr Leben an.
Die Abgeschiedenheit der Grenzregion bot perfekte Bedingungen für seine Verbrechen. Pleil kannte das unübersichtliche Wald- und Grenzgelände genau und wählte abgelegene Routen, in denen kein Gesetz griff und keine Zeugen zu erwarten waren. Diese Situation – ein entlegenes Niemandsland voller Gefahren – machte sich Pleil gezielt zunutze: Seine Opfer waren schutzlos, isoliert und oft auch deshalb leichte Beute, weil niemand ihr plötzliches Verschwinden sofort bemerkte.
Die Mordserie – Brutale Taten im Grenzgebiet
Zwischen März 1946 und April 1947 verübten Rudolf Pleil und seine beiden Helfer eine beispiellose Mordserie im Harzgebiet. Gemeinsam mit seinen beiden Komplizen Karl Hoffmann und Konrad Schüßler, die wie er als Fluchthelfer arbeiteten, erschlug er ingesamt zwölf Frauen, die mit seiner Hilfe vom Osten in den Westen fliehen wollten. Pleil missbrauchte seine Opfer im Anschluss, während Hoffmann und Schüßler sie ausraubten.
Die Brutalität seiner Taten war erschreckend. Rudolf Pleil war ein Grenzführer, der Frauen auf ihrem Weg über die Grenze bestialisch erschlug, dann vergewaltigte und ausraubte. Für ihn spielte das Töten nur eine nebensächliche Rolle. Er wollte dadurch Frauen finden, die er missbrauchen konnte.
Ein besonders grausamer Fall ereignete sich im Dezember 1946: Die Staatsanwaltschaft beauftragte eine Firma, den acht Meter tiefen Brunnen auszupumpen – und findet die Leiche der 1946 vermissten Gertrud Glöde. Pleil erschlug sie am 19. Dezember 1946 auf ihrem Rückweg von Berlin, zwei Kilometer vor dem Haus, in dem ihre Tochter auf sie wartete. „Einen Tag bin ich zur Polizei reingekommen und habe die Schuhe meiner Mutter auf dem Tisch stehen sehen“, erinnert sich die Tochter heute. „Ich hab nur die Schuhe gesehen und gedacht, meine Mama kommt nie wieder.“
Das Versagen der Behörden – Wie Pleil so lange unentdeckt blieb
Die chaotischen Nachkriegsverhältnisse begünstigten Pleils Verbrechen erheblich. Die ermittelnde niedersächsische Polizei kommt ihm lange nicht auf die Spur. Sie hat es schwer, denn die ostdeutschen Behörden lehnen jede Zusammenarbeit mit den Westbehörden ab.
Die Ermittlungen erwiesen sich durch die damaligen Bedingungen als äußerst schwierig. Es war eine unsichere Zeit. Polizisten wurden oft zu Zielscheiben. Außerdem endete die Zuständigkeit der Polizei an der nicht klar erkennbaren Grenze. Schutz- und Kriminalpolizei arbeiteten auch nur unzureichend zusammen. Bei den Opfern handelte es sich zusätzlich meist um Weitgereiste, die in der Gegend unbekannt waren.
Es gab sogar eine direkte Begegnung mit der Polizei: Einmal wurde Pleil sogar von Polizisten als Grenzgänger kontrolliert, weil er zu viele Schnapsflaschen im Rucksack hatte. „Auf der Wache fragte ich meinen Chef, was wir mit dem machen sollten“, erinnert sich der 92jährige Polizist Reinhard Karlbowski heute. „Wir nahmen ihm den Schnaps ab und ließen ihn wieder laufen. Wir wussten damals nicht, dass wir den Mörder hatten!“
Die Verhaftung – Ein Raubmord führt zur Entdeckung
Eine männliche Leiche; ein Raubmord. Ein Waldarbeiter findet die Tatwaffe und erkennt die Axt seines Arbeitskollegen Rudolf Pleil. Als dieser ahnungslos von einem seiner Grenzgänge wieder auftaucht, jagt ihn das ganze Dorf.
Im April 1947 wurde Pleil wegen der Tötung des Hamburger Kaufmanns Hermann Bennen verhaftet. Der Raubmord am Hamburger Kaufmann Hermann Bennen konnte Pleil schnell nachgewiesen werden: Augenzeugen hatten ihn mit seinem Opfer gesehen. Außerdem konnte die Axt, mit der Pleil Bennen zerstückelt hatte, als seine eigene identifiziert werden.
Das Landgericht Braunschweig verurteilt Rudolf Pleil wegen Raubmordes zu zwölf Jahren Haft – ohne zu ahnen, dass er auch der gesuchte Frauenmörder ist. Da er bei der Tat betrunken war, wertete das Gericht die Tat nur als Totschlag, nicht als Mord. So entging er der möglichen Todesstrafe.
Die Selbstentlarvung – Pleils krankhafter Geltungsdrang
So sitzt Pleil im Gefängnis und langweilt sich. Die Todesstrafe besteht in den westlichen Besatzungszonen bis zur Gründung der Bundesrepublik weiter – also bewirbt sich der einsitzende Mörder als Henker. Er sei eine ideale Besetzung für diesen Posten, beherrsche das schnelle Totmachen und habe auch Beispiele für seine Fertigkeit zu bieten, schreibt er.
Diese bizarre Bewerbung sollte sein Verhängnis werden. Aus der Gefängniszelle heraus bewarb sich Pleil als Henker. Um sein Können als Mörder zu untermauern, enthüllte er, zwei Frauenleichen in einen Brunnen bei Vienenburg im Landkreis Goslar geworfen zu haben – sie seien Beweis genug für seine Fertigkeiten, befand der selbsternannte Totmacher
Tatsächlich wurden die beiden Leichen in dem Brunnen entdeckt und Rudolf Pleil erzählte seine ganze Geschichte. Danach gesteht Rudolf Pleil weitere Morde, immer im Tausch gegen Lebensmittel und Zigaretten.
Der spektakuläre Prozess von 1950
Der Beginn des Prozesses vor dem Landgericht Braunschweig wurde auf den 31. Oktober 1950 festgesetzt. Der anschließende Prozess im Herbst 1950 gilt als der spektakulärste im Nachkriegsdeutschland, Medien im In- und Ausland berichten darüber.
Ausländische Zeitungen schickten Reporter. Pleil genoss die Aufmerksamkeit um seine Person und versuchte, sich so oft wie möglich in den Mittelpunkt zu stellen. Bei seinen Ausführungen vor Gericht übertrieb er schamlos, was entsprechende Presseberichte zur Folge hatte.
Lächelnd gestand Pleil im sogenannten „Braunschweiger Prozess“ zahlreiche Morde an Frauen. Er prahlte, insgesamt 40 Morde begangen zu haben. Sein Ziel war klar: Er wollte unbedingt Fritz Haarmann als „größten Totmacher“ übertrumpfen.
Pleils kranke Gedankenwelt – Die Aufzeichnungen des Mörders
Widerwärtig detailreich hatte der Totmacher außerdem Tagebuch über seine Taten geführt: drei Schulhefte voll, ingesamt 127 Seiten. Er nannte sein Werk „Mein Kampf“ – wie Hitlers Propagandaschrift. Diese schockierenden Aufzeichnungen geben Einblick in die abgründige Psyche des Mörders.
Im Gefängnis schrieb Pleil ein 127-seitiges handgeschriebenes Buch über die Morde und zählte darin 25 auf. Doch Rudolf Pleil ließ es nicht bei diesen tatsächlichen Opfern bewenden: Sein eigener Geltungsdrang verleitete ihn dazu, noch weit höhere Zahlen zu nennen. Gegenüber Ermittlern und vor Gericht prahlte er damit, insgesamt 25 oder gar 40 Menschen „totgemacht“ zu haben. Der Grund für diese Übertreibung lag in seinem krankhaften Ehrgeiz: Pleil wollte sich als „Deutschlands größter Totmacher“ einen Namen machen und sogar den berüchtigten Hannoveraner Serienmörder Fritz Haarmann (der in den 1920er Jahren 24 Morde begangen hatte) in den Schatten stellen. Sein erklärtes Ziel war es, Haarmanns „Rekord“ zu übertreffen – sei es in der Realität oder zumindest in der Vorstellung der Öffentlichkeit.
Besonders verstörend sind seine Äußerungen über Menschen: „Wenn Menschen eine Seele hätten, dann hätte ich das gesehen, bei den ganzen Frauen, die ich totgemacht hab. Aber da war nie was. Nur Heringe haben eine Seele.“ Diese Aussage zeigt die völlige Empathielosigkeit des Täters.
Die Verurteilung und die letzten Jahre
Er selbst spekulierte darauf, dadurch als geisteskrank eingestuft zu werden. Dann wäre er nicht zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden, sondern wäre, seiner Annahme zufolge, in die Psychiatrie gekommen. Diese Strategie scheiterte jedoch.
Diese Prozesstaktik ging nicht auf, drei Wochen nach Beginn des Prozesses, am 17. November 1950, wurden Pleil und seine beiden Mittäter jeweils wegen mehrfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Sein Verhalten während des Prozesses gab Anlass zu Spekulationen über seinen Geisteszustand, das Gericht hielt ihn jedoch für schuldfähig.
Seine Taten wurden als sexuell motivierte Sadismus-Verbrechen eingeordnet: Pleil habe offenkundig „durch die Ermordung von Frauen sexuelle Lust“ verspürt, stellten die Gutachter fest.
Das Ende im Gefängnis
Nach acht Jahren Haft fand Pleils Leben ein abruptes Ende. Pleil wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, verbrachte aber nur wenige Jahre im Gefängnis, bevor er sich 1958 das Leben nahm. Am 16. Februar 1958 erhängte sich der Serienmörder im Gefängnis von Celle
Sein Tod ließ viele Fragen offen, insbesondere über die tatsächliche Zahl seiner Opfer und die genauen Umstände seiner Taten. Wie viele Frauen der Totmacher im Grenzgebiet des Harz‘ wirklich getötet hat, ist bis heute ungeklärt: Zwölf Verbrechen konnten ihm nachgewiesen werden, Rudolf Pleil prahlte allerdings damit, 40 Morde begangen zu haben.
Die Komplizen – Was wurde aus Hoffmann und Schüßler?
Rudolf Pleil handelte nicht allein. Seine beiden Mittäter spielten eine wichtige Rolle bei den Verbrechen:
Karl Hoffmann, 1913 in Hausdorf geboren, war Nadelsetzer von Beruf. Er galt als brutal, gefühllos und tötete, um an Diebesgut zu gelangen. Er verstarb 1976 im Gefängnis.
Konrad Schüßler aus Leukersdorf im Erzgebirge war Fleischer, zur Tatzeit 18 Jahre alt und wurde Ende der 1970er Jahre begnadigt. Seine beiden Komplizen wurden Anfang der 70er Jahre begnadigt.
Die gesellschaftlichen Umstände – Ein Produkt seiner Zeit?
Ein Schwerpunkt der aktuellen Forschung liegt auf der Untersuchung der sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen der Nachkriegszeit, die Pleils Taten beeinflusst haben könnten. Diskutiert werden auch die psychologischen Faktoren, die zu seinen Verbrechen beitrugen, und die Frage, ob ähnliche Fälle in Zukunft verhindert werden können.
Die chaotische Nachkriegszeit bot ideale Bedingungen für Pleils Verbrechen. Obwohl in der Region immer mehr Frauen spurlos verschwanden und sich Gerüchte über einen Frauenmörder breit machten, kamen die polizeilichen Ermittlungen zunächst kaum voran. Die Nachkriegszeit war geprägt von Chaos, Flüchtlingsströmen und einer unübersichtlichen Sicherheitslage.
Es gibt auch Hinweise darauf, dass die Behörden Pleils Taten zu Beginn seiner kriminellen Aktivitäten nicht ernst genug nahmen, so dass er möglicherweise länger unentdeckt bleiben konnte. Diese Versäumnisse werfen Fragen nach der Rolle des Staates und der Gesellschaft bei der Verhinderung solcher Verbrechen auf.
Das Vermächtnis eines Monsters
Der Fall Rudolf Pleil ist nach wie vor einer der bekanntesten und umstrittensten Kriminalfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte. Seine Taten und die schockierende Art, wie er darüber berichtete, machten ihn zu einer berüchtigten Figur der deutschen Kriminalgeschichte. Die öffentliche Wahrnehmung Pleils wurde durch eine sensationslüsterne Medienberichterstattung geprägt, die oft mehr Wert auf den Schock-Effekt als auf eine differenzierte Darstellung legte.
Fred Sellin hat tausende Seiten Ermittlungs- und Gerichtsakten eingesehen, darunter zahlreiche Aufzeichnungen von Rudolf Pleil selbst, der seine detailreichen Geständnisse fast immer zuerst niedergeschrieben hat, bevor er sie den Behörden offenbarte. In seinem Tatsachenroman, in dem er den im Zuchthaus sitzenden Pleil seine Lebensbeichte ablegen lässt, verknüpft Sellin das Psychogramm eines Serienmörders mit dem vielschichtigen Porträt der deutschen Trümmergesellschaft.
2007 drehte der Filmemacher Hans-Dieter Rutsch den Dokumentarfilm Der Totmacher Rudolf Pleil über das Leben von Rudolf Pleil für die Das Erste-Serie Die großen Kriminalfälle.
Was bleibt von Rudolf Pleil?
Rudolf Pleil bleibt eine vielschichtige und rätselhafte Figur der deutschen Kriminalgeschichte. Sein Fall zeigt die tiefgreifenden Auswirkungen sozialer, wirtschaftlicher und psychologischer Faktoren auf das Verhalten des Einzelnen und erinnert daran, wie wichtig es ist, solche Verbrechen in ihrem historischen und gesellschaftlichen Kontext zu betrachten.
Der Fall Pleil mahnt uns, wachsam zu bleiben. Er zeigt, wie wichtig funktionierende Behörden, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und eine aufmerksame Gesellschaft sind. Die Opfer – meist junge Frauen, die nur ein besseres Leben suchten – dürfen nicht vergessen werden. Sie waren keine anonymen Zahlen, sondern Menschen mit Familien, Träumen und Hoffnungen.
Gleichzeitig hat der Fall wichtige Fragen über die sozialen und psychologischen Faktoren, die zu schweren Verbrechen führen können, und über die Verantwortung der Gesellschaft und des Staates bei der Verhinderung solcher Taten aufgeworfen. Diese Fragen bleiben auch heute aktuell.
Rudolf Pleil wollte als „größter Totmacher“ in die Geschichte eingehen. Stattdessen sollte sein Fall als Warnung dienen – vor den Abgründen menschlicher Grausamkeit und der Notwendigkeit, die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu schützen.
Quellen:
MS Aktuell: Rudolf Pleil – Was steckt hinter dem „Totmacher“?






