Technik Museum Speyer

Das Technik Museum Speyer ist eines der größten und faszinierendsten Technikmuseen Europas. Es wurde 1991 als Schwestermuseum des Auto & Technik Museum Sinsheim eröffnet und befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Pfalz-Flugzeugwerke in Speyer, Rheinland-Pfalz. Mit über 150.000 m² Ausstellungsfläche (innen und außen) und mehr als einer halben Million Besuchern pro Jahr gehört es zu den bedeutendsten technischen Sammlungen Deutschlands.

Web: https://speyer.technik-museum.de/

Telefon: 06232-6708-0

Straße: Am Technik Museum 1

PLZ / Ort: 67346 Speyer

Öffnungszeiten

Das Museum ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. An Samstagen, Sonntagen sowie an Feiertagen ist es von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Das Museum hat 365 Tage im Jahr geöffnet, auch an Feiertagen. Nur an Heiligabend und Silvester gelten verkürzte Öffnungszeiten.

Eintrittspreise

Die aktuellen Eintrittspreise sollten direkt auf der Museumswebsite überprüft werden. Es gibt verschiedene Kombitickets für Museum und IMAX-Kino. Geburtstagskinder (auch Erwachsene) erhalten an ihrem Geburtstag freien Eintritt im Technik Museum Speyer und IMAX DOME Kino Speyer. Bei Erwachsenen ist ein Ausweis, bei Kindern ein geeigneter Altersnachweis an der Kasse vorzulegen. Der freie Eintritt gilt nur am eigentlichen Geburtstag.

Anfahrt und Parken

Das Museum liegt am südlichen Stadtrand von Speyer, nur etwa einen Kilometer vom berühmten Speyerer Dom entfernt. Die Adresse lautet: Am Technik Museum 1, 67346 Speyer. Es gibt ausreichend Parkplätze direkt am Museum. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es etwa 30 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof Speyer.

Barrierefreiheit

Das gesamte Museumsareal (Parkplatz, Restaurant, Kassenbereich) ist barrierefrei befahrbar. Spezielle Sanitäre Einrichtungen sind vorhanden. Hinweis: Ein geringer Teil der Ausstellungsfläche (Emporen) sind leider nicht barrierefrei zugänglich, dies gilt ebenfalls für einige begehbare Ausstellungsstücke wie beispielsweise das U-Boot U9.

Zeitbedarf für den Besuch

Für die Ausstellungen benötigen Sie zwischen drei und vier Stunden. Technikfreaks und Oldtimerliebhabern empfehlen wir definitiv einen ganzen Tag für den Museumsbesuch einzuplanen!

Die beeindruckende Sammlung macht Geschichte lebendig

Das Museum präsentiert Technik von Unterwasser bis ins Weltall. Besucher können hier nicht nur schauen, sondern auch anfassen und erleben. Die Sammlung umfasst Europas größte Raumfahrt- und beachtliche Marineausstellung sowie verschiedenste Flugzeuge, klassische Oldtimer, Rennmotorräder, historische Feuerwehrautos, gewaltige Dampfloks und mechanische Musikinstrumente.

Die Ausstellung bietet über 2.000 Exponate aus allen Bereichen der Technikgeschichte. Das Besondere: Viele der Großexponate sind begehbar. Man kann direkt in sie hineingehen und erleben, wie es sich anfühlt, in einem U-Boot oder Jumbo-Jet zu sein.

Highlights, die Sie nicht verpassen sollten

Die Boeing 747 – Ein Jumbo zum Anfassen

Im Frühjahr 2002 spendete Lufthansa eine ausgemusterte Boeing 747-200, die nun für Besucher zugänglich ist. Das Flugzeug ist spektakulär auf Stahlstelzen montiert und schwebt in 20 Metern Höhe über dem Museumsgelände. Besucher können über eine Treppe ins Innere gelangen und sogar auf den Flügel des Jets steigen. Für Kinder und Mutige gibt es eine Riesenrutschbahn direkt von der Aussichtsplattform.

Das sowjetische Space Shuttle Buran

Im April 2008 wurde ein sowjetisches/russisches Buran-Raumfahrzeug, OK-GLI, zum Technik Museum transportiert und ist nun ein weiteres begehbares Exponat. Der Transport des Raumgleiters über den Rhein war ein Medienereignis. Die Buran ist das russische Gegenstück zum amerikanischen Space Shuttle und ein absolutes Highlight der europaweit größten Raumfahrtausstellung.

U-Boot U9 – Tauchen ohne nass zu werden

Ein besonderer Publikumsmagnet ist das U-Boot U9 der Bundesmarine. Das Unterseeboot U9 wurde von den Kieler Howaldtswerken gebaut und am 11. April 1967 in Dienst gestellt. Es gehört zur U-Boot-Klasse 205 und somit zur dritten Generation der deutschen U-Boote. Es wiegt 466 Tonnen, ist 46m lang, 5m breit und hatte einen Tiefgang von 4m. Die Nenntauchtiefe betrug 100m und die Bewaffnung bestand aus acht Bug-Torpedorohren.

Während seiner Dienstzeit legte U9 174.850 Seemeilen zurück, was einer 8-fachen Erdumrundung gleichkommt. Im getauchten Zustand befand sich das Schiff 16.478 Stunden und 11 Minuten, was einem Jahr und 11 Monaten Aufenthalt unter Wasser entspricht. Seit 1993 steht es im Museum und Besucher können das komplette Innere erkunden.

Die Antonov An-22 – Ein Gigant der Lüfte

Die Antonov An-22 ist das größte in Serie gebaute Propellerflugzeug der Welt. Eine Antonov AN-22, das größte propellergetriebene Flugzeug der Welt, sowie eine begehbare Boeing 747-200 bereichern die Sammlung. Sie wurde 1999 dem Museum gespendet und ist ebenfalls begehbar.

Weitere faszinierende Ausstellungsbereiche

Die historische Liller Halle

Das Herzstück des Museums ist die denkmalgeschützte Liller Halle aus dem Jahr 1913. Ursprünglich in Lesquin/Lille im Jahr 1913 erbaut, wurde die Liller Halle im ersten Weltkrieg in Speyer für die Pfalz-Flugzeugwerke wieder aufgebaut. Seit 1991 bildet sie das Herzstück der Museumsaustellungen. Hier sind klassische Oldtimer, Motorräder, kleinere Flugzeuge und historische Feuerwehrfahrzeuge untergebracht.

Raumfahrtausstellung – Europa’s größte Sammlung

Die Raumfahrtausstellung zeigt nicht nur die Buran, sondern auch originale Mondgestein-Proben, Raumanzüge verschiedener Epochen und eine Sojus-Landekapsel. Besucher erfahren hier alles über die Geschichte der Raumfahrt von den Anfängen bis heute.

Maritime Ausstellung

Neben dem U-Boot U9 zeigt die Marineausstellung weitere spektakuläre Exponate. Zu den maritimen Highlights gehören das Hausboot Sean o’Kelley der Kelly Family, das U-Boot U9 der Bundesmarine und der Seenotkreuzer „John T. Essberger“. Verschiedene Schiffsmodelle, nautische Instrumente und weitere U-Boot-Modelle runden die Sammlung ab.

Lokomotiven und Eisenbahnen

Etwa 20 historische Lokomotiven stehen in der Halle und auf dem Freigelände. Ein besonderes Exponat ist die chinesische Dampflok „Qian Jin“ (bedeutet „Fortschritt“) – die einzige ihrer Art in Deutschland.

Museum Wilhelmsbau – Eine Zeitreise

Der Wilhelmsbau ist ein Museum im Museum. Der „Wilhelmsbau“ entführt die Besucher in eine Zeit um die Jahrhundertwende und umfasst unter anderem Musikautomaten, zeitgenössische Moden und Accessoires, altes Spielzeug und Uniformen. Hier findet man auch die größte Welte-Orgel der Welt mit 2.592 Pfeifen.

Das IMAX DOME Kino – Ein einzigartiges Erlebnis

Das 1997 im Technik Museum Speyer eröffnete IMAX DOME Filmtheater ist das einzige Filmtheater dieser Bauart in Deutschland. Im Gegensatz zu anderen Filmtheatern wird der Film im IMAX DOME nicht auf eine flache Leinwand, sondern auf eine riesige Kuppel projiziert. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 24 Metern und füllt das komplette Blickfeld der Zuschauer aus.

Veranstaltungen und Sonderprogramme

Der legendäre Brazzeltag

Jedes Jahr im Mai erwacht das Museum zum Leben: Beim Brazzeltag® gibt es Hubraummonstren, PS-Giganten und Kuriositäten live zu erleben – für Fans von Fans. An diesem Tag fahren hunderte historische Fahrzeuge auf das Museumsgelände und präsentieren sich in Aktion.

Erlebnisführungen

Besonders beliebt sind die Erlebnisführungen durch das U-Boot U9. Ehemalige U-Boot-Fahrer der Bundesmarine erzählen authentisch vom Leben unter Wasser und beantworten alle Fragen der Besucher.

Ein Museum für alle Generationen

Das Technik Museum Speyer ist mehr als nur eine Sammlung alter Maschinen. Es ist ein lebendiges Museum, das Geschichte erfahrbar macht. Kinder können auf Spielplätzen toben und die Rutsche vom Jumbo-Jet nehmen. Erwachsene tauchen in die Technikgeschichte ein. Familien erleben gemeinsam spannende Stunden.

Die interaktiven Elemente machen das Museum besonders. Man kann nicht nur schauen, sondern auch anfassen, einsteigen und ausprobieren. Das unterscheidet Speyer von vielen anderen Museen.

Bedeutung für die Region

Das Museum ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Speyer und die Region. Mit über 500.000 Besuchern jährlich zieht es Touristen aus der ganzen Welt an. Viele verbinden den Museumsbesuch mit einer Besichtigung des Speyerer Doms und der historischen Altstadt.

Als Bildungseinrichtung arbeitet das Museum mit Schulen zusammen. Es bietet spezielle Programme für Schulklassen und vermittelt Technikgeschichte anschaulich und verständlich.

Wie gehts weiter?

Das Museum entwickelt sich ständig weiter. Neue Exponate kommen hinzu, alte werden restauriert. Die Digitalisierung hält Einzug mit interaktiven Displays und Apps. Gleichzeitig bleibt der Charakter als „Museum zum Anfassen“ erhalten.

Das Technik Museum Speyer bewahrt nicht nur technisches Kulturgut, es macht es lebendig. Es zeigt, wie Technik unser Leben verändert hat und weiter verändern wird. Ein Besuch ist eine Reise durch die Geschichte der menschlichen Erfindungsgabe – von den ersten Dampfmaschinen bis zur Raumfahrt.

Quellen:

Germany Travel – Technik Museum Speyer

Offizielle Website Technik Museum Speyer

Museumsportal Rheinland-Pfalz – Technik Museum Speyer

Stadt Speyer – Technik Museum

ADAC Maps – Technikmuseum Speyer